Das ist einer der letzten biologisch plausiblen Wege, nach 3 Monaten weitere Eskalationen in der Medizin zu verhindern und eine Heilung ohne Nebenwirkungen zu ermöglichen. Wie kann man so etwas umsetzen ?
Innerhalb von Industriegesellschaften, in denen wir heute alle leben und welche naturwissenschaftlich auf Chemie basieren, ist es unvermeidbar, das ein regelmäßiger Kontakt mit einer - akut harmlosen - Substanz irgendwann symptomatisch werden kann.
Nirgendwo in der Medizin sind solche Einflüsse mehr anerkannt als bei unerfülltem Kinderwunsch. Warum das so ist, haben wir hier erklärt.
Bei vielen Erkrankungen, die dauerhaft Beschwerden verursachen, sind solche (un)regelmäßigen Einflüsse zwar biologisch genauso plausibel, die Datenlage ist aber naturgemäß sehr dünn.
Bis heute ist nicht vollständig bekannt, was bestimmte Substanzen im Körper bei längerer Einwirkung für Folgen auf Stoffwechsel, hormonelle Funktionen und die Integrität der Blutgefäße haben.
Theoretisch wäre es sogar denkbar, das z.B. Infektionen überhaupt erst dann gesundheitlich relevant werden, wenn körpereigene Regulationsmechanismen durch andere Stoffeinträge gestört sind. Bei stark wirksamen Medikamenten. wie z.B. Zytostatikas ist der immunsuppressive Mechanismus anerkannt. Jede Krankheit wäre dann theoretisch auf eine unendliche Zahl von Umweltfaktoren zurückführbar. Das klingt erstmal befremdlich, wäre aber eine der besten Ausgangslagen, wie unten beschrieben, um wieder gesund zu werden.
Jeder Bürger hat schon einmal die kassenärztliche Versorgung genutzt und den meisten ging es danach auch besser. Grundsätzlich ist eine Krankenversicherung einerseits dafür da, eine Zahlung von Krankengeld nach 6 Wochen zu leisten, andererseits Kosten im Rahmen von kassenärztlichen Behandlungen zu übernehmen. Es ist wichtig, das es eine Krankenversicherung für die Bevölkerung gibt.
Es ist aber keine Beschwerdefreiheitsversicherung, auch wenn der niedrigschwellige Zugang viele zu dieser Hoffnung verleitet. Diese gibt es leider in keinem Land.
Man sollte auch berücksichtigen, das niemand Ihnen im Rahmen irgendeiner gesundheitsbezogenen Behandlung ein Ergebnis schuldet, es sind alles Dienstverträge, keine Werksverträge. So bleibt es immer eine persönliche Abwägung, was man nutzt und was nicht.
Besonders im 19. Jahrhundert wurden ständig neue chemische Substanzen in den Umlauf gebracht, wo Erfahrungsräume über deren biologische Auswirkungen nur langsam gewachsen sind. Viele Substanzen, die damals zu chronischen Vergiftungen geführt haben (arsenhaltige Tapeten, Bleizucker, Teerfarben, Formalin zur Milchkonservierung, Medikamente auf Quecksilberbasis uvm.) sind heute glücklicherweise nicht mehr existent oder konnten massiv eingeschränkt werden.
Es war aber klar, das eine Welt, die ohne Chemie nicht mehr vorstellbar ist, gesundheitliche Einflüsse - besonders bei längerer Exposition - naturgemäß nicht vermeidbar sein werden. Bis heute ist unbekannt, was bestimmte Substanzen im Körper bei längerer Einwirkung für Folgen haben. Theoretisch wäre es sogar denkbar, das z.B. Infektionen überhaupt erst dann gesundheitlich relevant werden, wenn körpereigene Regulationsmechanismen (z.B. Phagozytose) durch andere Stoffeinträge wie Xenobiotika gestört sind. Jede Krankheit wäre dann auf eine unendliche Zahl von Umweltfaktoren zurückführbar.
Um einerseits Menschen zu helfen, andererseits aber auch haftungssicher zu arbeiten, setzte sich daher vor über 100 Jahren weltweit das biomedizinische Modell durch. Klar diagnostizierbare pathologische Prozesse im Körper (Hormonstörungen, Autoimmunerkrankungen, Genetik, Allergien) und biologische Schadstoffe (Infektionen, d.h. Viren, Keime, Parasiten, Würmer, Pilze) dominieren seither die Medizin in Theorie und Praxis.
Ein wissenschaftlich abgesichertes, gesellschaftlich stabilisierendes und zugleich auch ökonomisch extrem erfolgreiches Modell.
Die Auswirkungen regelmäßiger chemischer Belastungen wurden in den Public Health Bereich ausgelagert und durch Regulierungsbehörden überwacht.
Gleichzeitig blieb aber eine Lücke: Individuelle Belastungen einzelner Bürger, die nicht akut auftreten, sind mangels Diagnostik als Ursache aus der Versorgung ausgeschlossen. Das ist aber kein deutsches Phänomen, das ist weitgehend weltweit in allen Industrienationen gleich.
Sie bleiben aus Patientensicht allerdings interessant, da sie - wie hier beschrieben - ebenfalls - zumindestens theoretisch - nahezu jedes Symptom erklären können. Und dann wäre es häufig sogar heilbar.
Industriestaaten mussten Stabilität vor Vollständigkeit in der Grundversorgung stellen. Das war kein böser Wille, sondern eine Berücksichtigung rechtsstaatlicher Prinzipien (Unschuldsvermutung) und methodischen und ethischen Limitierungen, finale Bewertungen über Substanzen vornehmen zu können.
Hinzu kommt ein großer volkswirtschaftlicher Aspekt. Eine systematische Erfassung von Risiken in einer Grundversorgung, die man im Kontext tiefenbiografisch erkennen würde, könnten schnell zu Pauschalisierungen führen.
Die Folgen durch Rufschädigung, d.h. Umsatzeinbussen, aber auch mögliche Haftungsfragen könnten im ungünstigsten Fall massive Formen annehmen. Ebenfalls würden sich irgendwann auch Fragen nach politischer Verantwortung stellen. Letztlich kann niemand mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit überhaupt sagen, ob dieses Risiko der Auslöser war oder nicht. Auch wenn ein Stoppen von Belastungen dann zu einer (sehnlichst gewünschten) Leidminderung führt, wäre es juristisch betrachtet nur eine Korrelation. Man muss daher kein Volkswirt sein, um zu verstehen, das keine Gesellschaft solche Risiken tragen kann.
Es mag ein (schwacher) Trost sein, das Industriegesellschaften zumindestens „gerecht“ sind. Ob ein 20 jähriger Auszubildender oder ein 50 jähriger Vorstandsvorsitzender. Betroffen - auch in einer stark belastenden Form - kann davon prinzipiell jeder sein. Es bleibt unbestritten ein ethisch wie strukturell hochkomplexes Spannungsfeld.
Zusammengefasst wurde damit - naturwissenschaftlich betrachtet - die Biologie zum „Märtyrer“ in Industrienationen.
Um einerseits Menschen zu helfen, andererseits aber auch haftungssicher zu arbeiten, setzte sich daher vor über 100 Jahren weltweit das biomedizinische Modell durch. Klar diagnostizierbare pathologische Prozesse im Körper (Hormonstörungen, Autoimmunerkrankungen, Genetik, Allergien) und biologische Schadstoffe (Infektionen, d.h. Viren, Keime, Parasiten, Würmer, Pilze) dominieren seither die Medizin in Theorie und Praxis. Ein wissenschaftlich abgesichertes, gesellschaftlich stabilisierendes und zugleich auch ökonomisch extrem erfolgreiches Modell.
Die Auswirkungen regelmäßiger chemischer Belastungen wurden in den Public Health Bereich ausgelagert und durch Regulierungsbehörden überwacht.
Besonders im 19. Jahrhundert wurden ständig neue chemische Substanzen in den Umlauf gebracht, wo Erfahrungsräume über deren biologische Auswirkungen nur langsam gewachsen sind. Viele Substanzen, die damals zu chronischen Vergiftungen geführt haben (arsenhaltige Tapeten, Bleizucker, Teerfarben, Formalin zur Milchkonservierung, Medikamente auf Quecksilberbasis uvm.) sind heute glücklicherweise nicht mehr existent oder konnten massiv eingeschränkt werden.
Es war aber klar, das eine Welt, die ohne Chemie nicht mehr vorstellbar ist, gesundheitliche Einflüsse - besonders bei längerer Exposition - naturgemäß nicht vermeidbar sein werden. Bis heute ist unbekannt, was bestimmte Substanzen im Körper bei längerer Einwirkung für Folgen haben. Theoretisch wäre es sogar denkbar, das z.B. Infektionen überhaupt erst dann gesundheitlich relevant werden, wenn körpereigene Regulationsmechanismen (z.B. Phagozytose) durch andere Stoffeinträge wie Xenobiotika gestört sind. Jede Krankheit wäre dann auf eine unendliche Zahl von Umweltfaktoren zurückführbar.
Um einerseits Menschen zu helfen, andererseits aber auch haftungssicher zu arbeiten, setzte sich daher vor über 100 Jahren weltweit das biomedizinische Modell durch. Klar diagnostizierbare pathologische Prozesse im Körper (Hormonstörungen, Autoimmunerkrankungen, Genetik, Allergien) und biologische Schadstoffe (Infektionen, d.h. Viren, Keime, Parasiten, Würmer, Pilze) dominieren seither die Medizin in Theorie und Praxis.
Ein wissenschaftlich abgesichertes, gesellschaftlich stabilisierendes und zugleich auch ökonomisch extrem erfolgreiches Modell.
Die Auswirkungen regelmäßiger chemischer Belastungen wurden in den Public Health Bereich ausgelagert und durch Regulierungsbehörden überwacht.
Gleichzeitig blieb aber eine Lücke: Individuelle Belastungen einzelner Bürger, die nicht akut auftreten, sind mangels Diagnostik als Ursache aus der Versorgung ausgeschlossen. Das ist aber kein deutsches Phänomen, das ist weitgehend weltweit in allen Industrienationen gleich.
Sie bleiben aus Patientensicht allerdings interessant, da sie - wie hier beschrieben - ebenfalls - zumindestens theoretisch - nahezu jedes Symptom erklären können. Und dann wäre es häufig sogar heilbar.
Industriestaaten mussten Stabilität vor Vollständigkeit in der Grundversorgung stellen. Das war kein böser Wille, sondern eine Berücksichtigung rechtsstaatlicher Prinzipien (Unschuldsvermutung) und methodischen und ethischen Limitierungen, finale Bewertungen über Substanzen vornehmen zu können.
Hinzu kommt ein großer volkswirtschaftlicher Aspekt. Eine systematische Erfassung von Risiken in einer Grundversorgung, die man im Kontext tiefenbiografisch erkennen würde, könnten schnell zu Pauschalisierungen führen.
Die Folgen durch Rufschädigung, d.h. Umsatzeinbussen, aber auch mögliche Haftungsfragen könnten im ungünstigsten Fall massive Formen annehmen. Ebenfalls würden sich irgendwann auch Fragen nach politischer Verantwortung stellen. Letztlich kann niemand mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit überhaupt sagen, ob dieses Risiko der Auslöser war oder nicht. Auch wenn ein Stoppen von Belastungen dann zu einer (sehnlichst gewünschten) Leidminderung führt, wäre es juristisch betrachtet nur eine Korrelation. Man muss daher kein Volkswirt sein, um zu verstehen, das keine Gesellschaft solche Risiken tragen kann.
Es mag ein (schwacher) Trost sein, das Industriegesellschaften zumindestens „gerecht“ sind. Ob ein 20 jähriger Auszubildender oder ein 50 jähriger Vorstandsvorsitzender. Betroffen - auch in einer stark belastenden Form - kann davon prinzipiell jeder sein. Es bleibt unbestritten ein ethisch wie strukturell hochkomplexes Spannungsfeld.
Zusammengefasst wurde damit - naturwissenschaftlich betrachtet - die Biologie zum „Märtyrer“ in Industrienationen.
Gleichzeitig blieb aber eine Lücke: Individuelle Belastungen einzelner Bürger, die nicht akut auftreten, sind mangels Diagnostik als Ursache aus der Versorgung ausgeschlossen. Das ist aber kein deutsches Phänomen, das ist weitgehend weltweit in allen Industrienationen gleich.
Sie bleiben aus Patientensicht allerdings interessant, da sie - wie hier beschrieben - ebenfalls - zumindestens theoretisch - nahezu jedes Symptom erklären können. Und dann wäre es häufig sogar heilbar.
Industriestaaten mussten Stabilität vor Vollständigkeit in der Grundversorgung stellen. Das war kein böser Wille, sondern eine Berücksichtigung rechtsstaatlicher Prinzipien (Unschuldsvermutung) und methodischen und ethischen Limitierungen, finale Bewertungen über Substanzen vornehmen zu können.
Hinzu kommt ein großer volkswirtschaftlicher Aspekt. Eine systematische Erfassung von Risiken in einer Grundversorgung, die man im Kontext tiefenbiografisch erkennen würde, könnten schnell zu Pauschalisierungen führen.
Die Folgen durch Rufschädigung, d.h. Umsatzeinbussen, aber auch mögliche Haftungsfragen könnten im ungünstigsten Fall massive Formen annehmen. Ebenfalls würden sich irgendwann auch Fragen nach politischer Verantwortung stellen. Letztlich kann niemand mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit überhaupt sagen, ob dieses Risiko der Auslöser war oder nicht. Auch wenn ein Stoppen von Belastungen dann zu einer (sehnlichst gewünschten) Leidminderung führt, wäre es juristisch betrachtet nur eine Korrelation. Man muss daher kein Volkswirt sein, um zu verstehen, das keine Gesellschaft solche Risiken tragen kann.
Es mag ein (schwacher) Trost sein, das Industriegesellschaften zumindestens „gerecht“ sind. Ob ein 20 jähriger Auszubildender oder ein 50 jähriger Vorstandsvorsitzender. Betroffen - auch in einer stark belastenden Form - kann davon prinzipiell jeder sein. Es bleibt unbestritten ein ethisch wie strukturell hochkomplexes Spannungsfeld.
Zusammengefasst wurde damit - naturwissenschaftlich betrachtet - die Biologie zum „Märtyrer“ in Industrienationen.
Grundsätzlich werden solche chronische Belastungen häufig zu spät von Betroffenen berücksichtigt, publiziert wird so etwas meistens in den sozialen Medien, selten im Mainstream. Vor einigen Jahren wurde ein Fall allerdings öffentlich juristisch verhandelt, als mehrere Menschen Strafanzeige gestellt hatten. Das wurde damals von der Staatsanwaltschaft in Papierform beschrieben, wir zeigen die Belege im Rahmen der Fallanalysen.
Ein Arzt (Dr. G.) hatte jahrelang auf einer Station mit hochinfektiösen Patienten (u.a. Tbc) gearbeitet, wurde seltsamerweise nie krank. Plötzlich litt er an zunehmender Erschöpfung, Depressionen, Bronchitis, Kopfschmerzen und am Schluss an einer Lebererkrankung, die ihn ans Bett fesselte.
Er fand dann selbst mit detektivischen Spürsinn den mutmaßlichen Auslöser. Ergebnis: 6 Monate, nachdem er die (18 Monate anhaltende) Belastung gestoppt hatte, war er wieder komplett gesund.
Nicht jeder der damals Betroffenen hatte leider dieses Glück.
Nein, wer denkt, das sich sein Gesundheitszustand durch eine unbeabsichtigte, geringe, aber regelmäßige Anreicherung erklären könnte. hat Glück.
Der Fall von dem Arzt hat es eindrucksvoll gezeigt. Wenn eine regelmäßige Belastung stoppt, gelingt es dem Körper sehr häufig von allein wieder gesund zu werden. Ohne Polypharmazie, ohne Nebenwirkungen.
Diese evolutionär vorhandene „Selbstheilung“ des Körpers haben viele auch schon bei der Anwendung von Medikamenten erlebt. Viele Menschen nehmen Statine, d.h. Medikamente zur Senkung des Cholesterinspiegels ein. Wenn jemand wegen starker Muskelschmerzen unter ärztlicher Kontrolle das Medikament abgesetzt hat, verschwindet das Leid in über 99 % der Fälle wieder.

Der Professor des Zuse (Zentrum für unerkannte und seltene Erkrankungen ) der Uniklinik Marburg beschrieb es 2017 in einer Präsentation bei der Daimler Benz Stiftung: Wenn man 60 Minuten Zeit für einen Patienten hat, bedeutet das im Idealfall 5 Minuten Technik, 10 Minuten körperliche Untersuchung und 45 Minuten Anamnese.
Bei unbekannten Beschwerden ist das wichtigste die Anamnese.
Der Professor selbst hatte in einem Buch über seine interessantesten Fälle geschrieben:
In 30 % lag der Auslöser an einer regelmäßigen Belastung. Die Therapie war „Weglassen“. Kausal und 100 % nebenwirkungsfrei.
Reine Gesprächszeit ohne abrechenbare Intervention ist allerdings die teuerste Ressource in der Medizin
Deshalb bleibt so etwas Eigenverantwortung bzw. wurde schon vor Jahrzehnten in die Privatmedizin ausgelagert.
Kern der - nach unserem Kenntnisstand in Europa einmaligen - Fallanalysen sind ein 25 seitiger Anamnesebogen. Anhand der Patientenangaben wird dann aus den - grob geschätzt - über 10.000 im Tierversuch getesteten Substanzen die häufigsten erfasst, die zur Biografie und dem Konsumverhalten des Patienten passen.
Die Patienten können dann langsam eine valide Einschätzung über mögliche realistische Risiken bekommen.
Ziel: Wo kann ich plausible Belastungen reduzieren, vermindern und vermeiden. Gelingt eine massive Besserung oder sogar Heilung, haben sie dann die wahrscheinlich schönste Korrelation in ihrem Leben.
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Viele kennen es von Besuchen beim Hausarzt. 2017 wurde im British Medical Journal über eine Metanalyse berichtet, wie lang die durchschnittliche Zeit beim Hausarzt ist. Sie betrug in Deutschland 7 1/2 Minuten (4).
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Das kann man aber ehrlicherweise sogar nachvollziehen, da der Kassenarzt als Unternehmer nur eine feste Quartalspauschale pro Patient ̶ unabhängig vom therapeutischen Ergebnis ̶ erhält.
Aber auch in Kliniken wird der Schwerpunkt auf (abrechenbare) Technik deutlich. Der besondere Wert einer Anamnese, welche letztlich nicht abrechenbar ist macht de reine Gesprächszeit zur teuersten Ressource in der Medizin (5).
Es gibt aber noch einen weiteren Punkt, der letztlich die weltweite medizinische Versorgung betrifft:
Der Schwerpunkt auf biologische Erreger und biochemisch endogene Dysfunktionen (Autoimmunprozesse, Stoffwechselstörungen). Das schränkt eine 100 % Ursachenfindung in der modernen Medizin ein.
Dieser ganze Fortschritt, von dem man vor 150 Jahren noch träumen konnte, basiert im wesentlichen auf chemischen Verbindungen. Unter den drei Naturwissenschaften ist die Chemie die mit Abstand auch wirtschaftlich bedeutsamste. Sie stellt die Bausteine unseres Bruttoinlandprodukte von 4,3 Billionen Euro.
Das Umweltbundesamt beschreibt die Problematik selbst auf seine Webseite. Aufgrund strenger Regulariene passieren akute Vergiftungen nur noch sehr selten, als Arbeitsunfälle, aus Unachtsamkeit, in suizidaler Absicht oder im Rahmen von Kaptalverbrechen
Rauchen, Trinken, Sport, Ernährung sind bekannte Risikofaktoren, wie sie im Rahmen einer Standardanamnese häufig abgefragt werden. Sie beenden manchmal praktsicherweise eine Ursachenklärung und liefern gleichzeitig Optionen, etwas für die Gesundheit zu machen. Der Bürger wird damit zum Akteur und zugleich zum Puffer. Sein Lebensstil wird zum Spielfeld, auf dem sich Prävention und Gesundheit abspielt. Die Risiken sind bekannt, die Verantwortung liegt damit beim Bürger und nicht beim System.
Ganz anders verhält es sich mit jenen Belastungen, die der Bürger nicht selbst wählt, oder die ihm gar nicht so bewusst sind.
Schwerpunkt bei den Anamnesen ist es, die weniger bekannten Risiken abzudecken, welche über 90 % der Bürger überhaupt nicht kennen. Wer weiss schon, das er nach dem Einbau einer Hüftprothese in seltenen Fällen erblinden kann ? Das wurde sogar schon medizinisch bestätigt. Das passiert - wie gesagt - glücklicherweise selten, noch seltener wird es allerdings rechtzeitig entdeckt.
Was aber positiv ist. Wurde die Exposition rechtzeitig gestoppt, verbesserte sich auch die Sehkraft wieder, was ebenfalls medizinisch bestätigt wurde.
Es bleibt nachvollziehbar: Je größer die wirtschaftliche Bedeutung von Risiken, umso diskreter werden sie naturgemäß in der Fachpresse kommuniziert, obwohl sie nicht „geheim“ sind. Für Betroffene tragisch, denen häufig noch zu helfen wäre.
Das meistens die Biologie „Schuld“ ist, liegt an der umfangreichen zur Verfügung stehenden Diagnostik. Dann sind aber häufig Medikamente notwendig, die wiederum das Risiko von Nebenwirkungen haben usw..
Es bleibt das „Paradoxon“: Die wahrscheinlich beste Ursache aus Patientensicht konnte kein Industriestaat - letztlich aus nachvollziehbaren Gründen - in eine Grundversorgung integrieren:
Den gezielten Expositionsstop.