Bei unerfülltem Kinderwunsch ist der Einfluß von Chemikalien unbestritten. Aus den Erfahrungen von über 200 Detailanamnesen gibt es aber weitere Symptome /Krankheitsbilder, wo ein Expositionsstop belastende Symptome reduzieren und manchmal auch Leid komplett beenden konnte. Die Datenlage ist naturgemäß dünn, aber es gibt für folgende Beschwerden medizinische und /oder juristische Quellen.
Es gibt sicherlich weitere Krankheiten, wo Niedrigdosisbelastungen ein Trigger oder sogar den Hauptauslöser darstellen.
Da diese Fallanalysen aber reine Privatleistungen sind, konzentriert man sich im Patienteninteresse auf Krankheitsbilder, wo
Nach 3 Monaten kann sich jeder Patient selbst die Frage stellen, die nur er selbst für sich beantworten kann.
„Liegen meine Beschwerden weiterhin ausschliesslich kausal an der wirtschaftlich bedeutungslosen Biologie (z.B. Infektionen, Genetik, evtl. Stoffwechselerkrankungen oder Autoimmunphänomene) ?“
Wenn ja, dann kann man die niedrigschwellige Grundversorgung weiterhin nutzen.
Die Kosten trägt dann weiterhin die Krankenkasse, gesundheitliche Risiken von Nebenwirkungen durch Medikamente oder später auch operative Eingriffe trägt allerdings der Patient.
Die Medizin sagt übrigens nicht immer, das es kausal an der Biologie liegt. Manchmal gilt es als psychosomatisch, funktionell, multifaktorell oder idiopathisch, d.h. unbekannt.
„Oder kann es sein, das in einer Welt der synthetischen chemischen Verbindungen, in der wir heute alle leben, sich etwas unbeabsichtigt angereichert hat, was irgendwann symptomatisch wurde ?“
Dann muß man selbst detailliert in die Retrospektive gehen und mögliche Belastungspfade unterbrechen oder privatmedizinische Leistungen nutzen.
Das staatliche Krankenversicherungen solche Fallanalysen nicht abdecken, ist übrigens kein Zeichen von Ignoranz, sondern der einzige Weg, eine Grundversorgung bezahlbar, wissenschaftlich fundiert und nicht zuletzt auch rechtssicher zu machen.
Der unbestrittene Vorteil solcher Privatleistungen aus Patientensicht: Finde ich die richtigen Auslöser rechtzeitig, ist eine komplette Heilung ohne Risiko von Nebenwirkungen möglich.
.jpg)
Der Schwerpunkt der evidenzbasierten Medizin liegt auf der Biologie. Natürlich kann die Biologie kausal eine Erklärung für gesundheitliche Probleme sein (z.B. Infektionen). Bei Hormonstörungen, welche nicht nur bei Unfruchtbarkeit eine dominante Rolle spielen, wird die entscheidende Frage, warum es zu den Hormonschwankungen gekommen ist, fast immer therapeutisch überlagert.
Arzneimitteltherapien haben allerdings immer das Risiko von Neben- und Wechselwirkungen, die man akzeptieren muß.
Jedem Bürger sollte daher bewußt sein, das medizinische Versorgung nicht gleichzusetzen ist mit gesundheitlicher Beschwerdefreiheit.
Jeder Dritte Erwachsene leidet in Deutschland unter gesundheitliche Einschränkungen länger als 6 Monate hat. Das waren zumindestens die Zahlen, welche das RKI 2020 unter 23.000 Bürgern ermittelt hatte. (3)
Medizinethisch besteht der Zielkonflikt, das ein Patientenziel („eine schnelle Heilungsunterstützung“ ) im Widerspruch zu weiteren Versorgungsaufträgen steht, welche widerum in privatwirtschaftlichen Kliniken und Praxen angestrebt wird.
Die meisten Menschen leben heute in Industriegesellschaften, welche naturwissenschaftlich auf Chemie basieren.
Akut ist fast alles harmlos, Einflüsse auf die Gesundheit können sich aber manchmal über eine gewisse Einwirkdauer bemerkbar machen und sind dann schwer zuzuordnen. Da Produktentwicklungen besonders im 19. Jahrhundert immer schneller waren, als sich Erfahrungsräume darüber bilden konnten, mußten solche Risiken externalisiert werden und werden heutzutage epidemologisch reguliert und überwacht.
Die medizinische Grundversorgung der Allgemeinbevölkerung wurde daraufhin in den meisten westlichen Industrienationen auf ein pragmatisches Modell umgestellt.
.jpg)
Das biomedizinische Modell bestimmt seit über 100 Jahren die weltweite Gesundheitspolitik, wie auch das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit beschreibt.
Es ist auch ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Modell, da es sich bei unklaren Beschwerden fast ausschliesslich auf die Biologie (Infektionen. Genetik, Stoffwechslstörungen, Autoimmunprozesse) fokussiert, was umfangreich therapeutisch adressiert werden kann. Gleichzeitig ist in keinem Industriestaat im gesetzlichen Auftrag zur Krankenversorgung eine kausale Lösung bei unklaren Beschwerden verpflichtend.
Ja und Nein. Wenn man bei z.B. 40 Beipackzetteln unterschiedlicher Arzneimittelklassen die Nebenwirkungen studiert, findet man den wissenschaftlichen Beleg, das praktisch jedes Symptom auch durch eine chemische Verbindung ausgelöst werden könnte. Das muß nicht der Auslöser sein, sofern er es aber ist, entsteht ein „kleines“ Problem. Für Industrie-, Umwelt- und Alltagschemikalien existiert naturgemäß keine Diagnostik.
Da muß aber niemand Angst haben, da mögliche Symptome, die durch eine oder mehrere chronische geringe Expositionen entstehen, eher milder Natur sein dürften und - ähnlich wie bei Infektionen - häufig auch reversibel sind.
Solche Risiken lassen sich zwar nicht diagnostizieren, aber bei entsprechender Zeit und Expertise retrospektiv gut einschätzen und fast auch unterbrechen. Das führt dann immer zu einer Symptomreduktion, wenn es rechtzeitig erfolgt, häufig sogar zu einer vollständigen Heilung, die darüberhinaus noch wirklich 100 % nebenwirkungsfrei ist.
Bei ME (Myalgische Enzephalitis) /CFS (Chronic Fatigue Syndrom) ist natürlich auch eine starke Erschöpfung das Leitsymptom, was bereits im Namen erkennbar ist. Hinzu kommt aber mittlerweile auch das PEM, d.h. Post Externitional Malaise (16).
Bezüglich der Ursache schreibt die österreichische Gesellschaft für ME/CFS dazu
Die genaue Ursache von ME/CFS ist noch nicht bekannt. Es scheint aber eine Kombination von genetischen und Umweltfaktoren relevant zu sein. (17)
Da die Ursachen weitestgehend idiopatisch sind, könnte es sogar ein Fall für Detailanalysen sein. Umweltmedizinische bzw. industrielle Cofaktoren könnten zusätzlich Symptome triggern, auch Eigentherapien mit einer verbesserten Blutversorgung sind vielleicht hilfreich.
Es gibt aber bereits einige Ansätze mit einem Medikament namens BC007, was demnächst über Studien beforscht werden soll. Erste Ergebnisse werden ab Anfang 2024 erwartet. (18)
Da wir zusätzlich mit Patienten mit einer offiziellen ME/CFS Diagnose überhaupt noch keine Erfahrung gemacht haben, bitten wir vorerst von Anfragen diesbezüglich abzusehen.
(2) Webseite Umwelt und Gesundheit (RKI)
Link zur Quelle
(1) Biomedizinische Perspektive (BIÖG)
Link zur Quelle
(3) Chemikalien (Umweltbundesamt)
Link zur Quelle
(1) GEDA Umfrage 2019/2020 „Gesundheitliche Lage“ (RKI)
Link zur Quelle
(1) KBV Umfrage 2021 „Chronische Erkrankungen“ (Statista)
Link zur Quelle
(4) Vortrag „Seltene Erkrankungen“ 2017 (YouTube)
Link zur Quelle
(4) Bericht BMJ Metaanalyse 2017 (Ärztezeitung)
Link zur Quelle
(5) Bericht Kernspindiagnostik 2017 (Spiegel)
Link zur Quelle
(7) Fallbeschreibung Kobaltvergiftung 2014 (Ärztezeitung )
Link zur Quelle
(8) Einzelfallberichte Holzschutzmittelvergiftung 1985 (Spiegel )
Link zur Quelle
(8) Probleme von Surrogatmarkern (Gesundheitsinformationen )
Link zur Quelle
(9) Schädliche Fehlanreize im Gesundheitswesen (DLF Kultur )
Link zur Quelle
(10) Cobalt intoxication 2014 (Lancet )
Link zur Quelle
(6) Fallbeschreibung Bleivergiftung 2014 (OpenJur )
Link zur Quelle
(2) Biomedizinische Perspektive (BzGA)
Link zur Quelle